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Kirche „nebenan“

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Kirche „nebenan“ Im Kirchenpavillon der Landesgartenschau in Leinfelde steht ein schlichtes Holzkreuz, zusammengesetzt aus sieben Bausteinen – gestaltet von sieben Kirchorten unserer Pfarrei, jeder mit eigenen Bildern, Erinnerungen, Geschichten und Gesichtern: Spuren von Vergangenheit, Zeichen gelebter Gegenwart, Hinweise auf das Heute, auf Gruppen, Begegnungen und all das, was Kirche vor Ort trägt und lebendig hält. Ein Kreuz aus vielen Teilen – fast ein Bild des corpus permixtum , des „gemischten Leibes“ unseres Herrn Jesus Christis, der Haupt der Kirche. Im kirchlichen Denken geraten wir dennoch schnell in vertraute Kategorien: Zentrum und Rand, wichtig und weniger wichtig, sichtbar und unscheinbar. Dieses Kreuz widerspricht dieser Ordnung. Jeder Baustein ist anders und steht „nebenan“ am Kreuzrahmen – nah genug, um dazuzugehören, ohne gleich im Zentrum zu sein. Jesus selbst hat auffällig selten das Zentrum gesucht. In gewisser Weise war auch er: nebenan. Kirche muss nicht im ...

SEHNSUCHT NACH DEM UNBEKANNTEN?

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SEHNSUCHT NACH DEM UNBEKANNTEN?   Als ich im Dezember von Deutschland auf meine Heimatinsel Flores ankam, traf ich auf eine Welt ohne Schnee, ohne Winter. Mein vierjähriger Neffe beobachtete mich beim Auspacken des Koffers mit großen Augen und fragte: „Onkel, warum hast du keinen Schnee mitgebracht?“ „Ich habe es versucht“, sagte ich lachend, „aber Indonesien ist viel zu warm. Der Schnee wäre längst geschmolzen.“ Um ihn nicht zu enttäuschen, holte ich zerstoßenes Eis aus dem Kühlschrank und legte es vorsichtig in seine kleine Hand. „Schau, das ist wie Schnee, nur dass er nicht bleibt.“ Er erschrak, ließ es fallen, lief davon und rief laut: „Es ist heiß!“ Wir alle mussten lachen. Er hatte kein Wort für das, was er da gerade spürte. Sein Staunen war wie ein feiner Riss in seiner vertrauten Welt; seine Neugier auf das, was größer ist als seine eigene Erfahrung. Ja, eine Sehnsucht nach dem Unbekannten und zugleich die Grenze seiner Sprache.   „Alles beginnt mit der Sehnsuc...

In der Heimat – doch nicht zu Hause?!

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In der Heimat – doch nicht zu Hause?!   In diesem Sommer war ich in meiner Heimat. Doch die Reise verlief anders als geplant: Wegen eines Vulkanausbruchs konnte ich nicht nach Flores weiterfliegen. Plötzlich war ich „gestrandet“ – weder wirklich zu Hause, noch richtig unterwegs. Drei Wochen verbrachte ich in der Hauptstadt, lernte neue Menschen kennen, erlebte überraschende Begegnungen. Auch dort, mitten auf dem Weg spürte ich: Hier bin ich gehalten, hier darf ich sein. „Heimat“ und „Zuhause“ – zwei Worte, die ähnlich klingen und doch nicht dasselbe meinen. Indonesien ist meine Heimat: der Ort meiner Herkunft, die Landschaft meiner Erinnerungen und der Klang vertrauter Stimmen. Zuhause hingegen ist kein fester Ort. Zuhause entsteht immer wieder neu, manchmal ganz unerwartet, mitten auf dem Weg. Heimat ist mehr als ein Ort auf der Landkarte. Sie wächst da, wo wir uns öffnen, wo wir teilen, wo Vertrauen entsteht. Zuhause ist dort, wo wir füreinander da sind. Ich wünsche uns all...

Advent braucht (k)eine Stille

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Advent braucht (k)eine Stille   In Deutschland verbinde ich Advent oft zuerst mit Kälte und Schnee, Stille und Kerzenlicht. In meiner Heimat auf der Insel Flores dagegen ist Advent warm, manchmal regnerisch; und erfüllt von einer lebendigen, frühen Freude. Die Menschen warten nicht im Schweigen; sie warten singend und tanzend. Nicht, weil ihr Alltag leichter wäre, sondern weil sie wissen: Gott kommt nicht erst, wenn alles geordnet ist. Gott ist unterwegs mitten im Leben.   Ja, Advent ist kein Zustand, den wir herstellen. Advent ist die Bewegung Gottes auf uns zu. Er kommt in das, was wir gerade leben: in das Unfertige, in das Müde, in den vollen Terminkalender, in Veränderung in unserer Pfarrei und im lebendigen Miteinander, das manchmal mehr Regen als Sonnenschein kennt. Advent geschieht, wenn wir spüren, dass Gott seinen Weg zu uns findet – selbst dort, wo wir keinen vorbereiteten Weg sehen. Vielleicht ist das genau der Raum, den wir in diesem Jahr öffnen können: Nicht ...

KWI DI PERSIMPANGAN OTORITAS DAN ORIENTASI

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 KWI DI PERSIMPANGAN OTORITAS DAN ORIENTASI Sebuah Catatan Kaki Sambutan Uskup Emeritus Mgr. Frans Kopong Kung pada Tahbisan Episkopal Uskup Keuskupan Larantuka, Mgr. Hans Monteiro Uskup Emeritus Frans Kopong Kung pada perayaan tahbisan episkopal Mgr. Hans Monteiro, Uskup Keuskupan Larantuka, sejenak memecah alur perayaan liturgis dan menghadirkan jedah reflektif: "KWI harus menjadi kompas moral. Tetaplah menjadi sauh yang menyentuh dasar laut. Kalau kapal KWI mengalami guncangan, jangan sampai tenggelam." Sambutan Uskup Frans tidak hanya berhenti sebagai peristiwa sesaat dalam arus waktu yang sekilas hadir lalu menghilang. Sudah banyak tulisan dan komentar yang mereflesikan lebih lanjut interupsi reflektif sang Uskup – juga Ketua KWI langsung merespon suara profetis Sang Gembala yang telah menuntun Gereja Keuskupan Larantuka selama kurang lebih 22 tahun. Dalam horison persepsi sebagian umat dan rekan imam, Uskup Frans tidak tampil sebagai figur intelektual dalam arti...

SEKOLAH TINGGI PASTORAL-KATEKETIS DAN KARYA PASTORAL GEREJA

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  SEKOLAH TINGGI PASTORAL-KATEKETIS DAN KARYA PASTORAL GEREJA P. Laurensius Woda, SVD, dosen Antropologi pada IFTK Ledalero dan pengasuh museum Bikon Blewut Flores, pernah mengguratkan mimpinya tentang sebuah institut Antropos di Bukit Sandar Matahari Ledalero pada dinding Facebook „Bikon Blewut“. Dalam nada penuh optimisme dia menulis: „ Tahun ini ada 78 mahasiswa/i yg mengikuti ujian tesis dengan penelitian lapangan yg mendalam dan ketat. Semuanya menulis tema2 yg berkaitan isu sosial budaya dalam hubungan dgn ajaran Gereja. Hampir 70% menulis tentang ritus budaya tertentu. Ketika ada yg bilang, 'anthropos tradition is dying out', tapi saya kok malah yakin, 'it is about to bloom'. Yah, dalam nada optimisme bisa kelihatan bahwa tradisi anthropos akan bermekaran lagi ke depannya. Akan tetapi, bukan dari Wina atau Jerman ke seluruh dunia, tapi dari Ledalero ke seluruh dunia.“ Bild: Domradio.de Tentu ini sebuah pemikiran yang bagus sebagai langkah awal memulai geb...

KONGA SEBAGAI „LOCUS THEOLOGICUS“

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KONGA SEBAGAI „LOCUS THEOLOGICUS“ Sebuah Intepretasi Topologis atas Kegembalaan Mgr. Hans Monteiro Sebagai pemimpin baru agenda pertama seorang selalu berada dalam sorotan publik. Rasa ingin tahu mengemuka: langkah awal apa yang hendak diambil oleh sang pemimpin: duduk tenang di ruang bera-AC menanti ucapan selamat, atau kesiapan melangkah ke sudut paling terpencil sebuah wilayah yang dipercayakan kepadanya. Langkah pertama seorang pemimpin dapat mendefinisikan ulang seluruh makna tugas tanggung jawab dan tugas pelayanannya. Saya bersyukur bisa menghadiri rangkaian acara tahbisan episkopal Mgr. Hans Menteiro, Uskup terpilih Keuskupan Larantuka, yang dahulu adalah guru saya sewaktu masih di bangku sekolah SMA Seminari San Dominggo Hokeng. Tulisan ini bukanlah  sebuah catatan nostalgia personal atau sebuah jurnal wisata spiritual pada liburan kemarin di kampung dan di kota Reinha Larantuka, melainkan refleksi atas gestur pastoral - yang menurut saya – sarat makna teologis. Mengawali ...