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Showing posts from May, 2026

MEDUSA DAN MATA DEMOKRASI

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MEDUSA DAN MATA DEMOKRASI Vian Soda Lein – Warga Indonesia, berdomisili di Jerman. Alumnus Koelner Hochschule fuer katholische Theologie, Jerman Dalam mitologi Yunani, Medusa bukan sekadar salah satu gorgon yang mengerikan, melainkan figur paradoksal yang memadukan pesona lahiria dan kutukan eksistensial. Dengan rambut ularnya dan tatapan yang tajam sekaligus memikat, ia dapat mengubah segala yang bergerak menjadi batu, yang hidup menjadi diam atau mati. Juga dalam adaptasi perfilman modern seperti Clash of the Titan atau P ercy Jackso & the Olympians: The Lightning Thief , karakter Medusa tetap dipertahankan sebagai kekuatan dan kuasa yang begitu memikat sekaligus mematikan tanpa kompromi atau dialog. Romano Guardini (1885–1968), seorang teolog sekaligus filsuf aber ke-20, dalam analisis fenomenologisnya tentang kekuasan, memandang kekuasan pertama-tama bukan sebagai konstruksi politik, melainkan sebagai realitas   antropologis, bahwa kekuasaan adalah salah satu cara ...

Kirche „nebenan“

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Kirche „nebenan“ Im Kirchenpavillon der Landesgartenschau in Leinfelde steht ein schlichtes Holzkreuz, zusammengesetzt aus sieben Bausteinen – gestaltet von sieben Kirchorten unserer Pfarrei, jeder mit eigenen Bildern, Erinnerungen, Geschichten und Gesichtern: Spuren von Vergangenheit, Zeichen gelebter Gegenwart, Hinweise auf das Heute, auf Gruppen, Begegnungen und all das, was Kirche vor Ort trägt und lebendig hält. Ein Kreuz aus vielen Teilen – fast ein Bild des corpus permixtum , des „gemischten Leibes“ unseres Herrn Jesus Christis, der Haupt der Kirche. Im kirchlichen Denken geraten wir dennoch schnell in vertraute Kategorien: Zentrum und Rand, wichtig und weniger wichtig, sichtbar und unscheinbar. Dieses Kreuz widerspricht dieser Ordnung. Jeder Baustein ist anders und steht „nebenan“ am Kreuzrahmen – nah genug, um dazuzugehören, ohne gleich im Zentrum zu sein. Jesus selbst hat auffällig selten das Zentrum gesucht. In gewisser Weise war auch er: nebenan. Kirche muss nicht im ...

SEHNSUCHT NACH DEM UNBEKANNTEN?

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SEHNSUCHT NACH DEM UNBEKANNTEN?   Als ich im Dezember von Deutschland auf meine Heimatinsel Flores ankam, traf ich auf eine Welt ohne Schnee, ohne Winter. Mein vierjähriger Neffe beobachtete mich beim Auspacken des Koffers mit großen Augen und fragte: „Onkel, warum hast du keinen Schnee mitgebracht?“ „Ich habe es versucht“, sagte ich lachend, „aber Indonesien ist viel zu warm. Der Schnee wäre längst geschmolzen.“ Um ihn nicht zu enttäuschen, holte ich zerstoßenes Eis aus dem Kühlschrank und legte es vorsichtig in seine kleine Hand. „Schau, das ist wie Schnee, nur dass er nicht bleibt.“ Er erschrak, ließ es fallen, lief davon und rief laut: „Es ist heiß!“ Wir alle mussten lachen. Er hatte kein Wort für das, was er da gerade spürte. Sein Staunen war wie ein feiner Riss in seiner vertrauten Welt; seine Neugier auf das, was größer ist als seine eigene Erfahrung. Ja, eine Sehnsucht nach dem Unbekannten und zugleich die Grenze seiner Sprache.   „Alles beginnt mit der Sehnsuc...

In der Heimat – doch nicht zu Hause?!

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In der Heimat – doch nicht zu Hause?!   In diesem Sommer war ich in meiner Heimat. Doch die Reise verlief anders als geplant: Wegen eines Vulkanausbruchs konnte ich nicht nach Flores weiterfliegen. Plötzlich war ich „gestrandet“ – weder wirklich zu Hause, noch richtig unterwegs. Drei Wochen verbrachte ich in der Hauptstadt, lernte neue Menschen kennen, erlebte überraschende Begegnungen. Auch dort, mitten auf dem Weg spürte ich: Hier bin ich gehalten, hier darf ich sein. „Heimat“ und „Zuhause“ – zwei Worte, die ähnlich klingen und doch nicht dasselbe meinen. Indonesien ist meine Heimat: der Ort meiner Herkunft, die Landschaft meiner Erinnerungen und der Klang vertrauter Stimmen. Zuhause hingegen ist kein fester Ort. Zuhause entsteht immer wieder neu, manchmal ganz unerwartet, mitten auf dem Weg. Heimat ist mehr als ein Ort auf der Landkarte. Sie wächst da, wo wir uns öffnen, wo wir teilen, wo Vertrauen entsteht. Zuhause ist dort, wo wir füreinander da sind. Ich wünsche uns all...

Advent braucht (k)eine Stille

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Advent braucht (k)eine Stille   In Deutschland verbinde ich Advent oft zuerst mit Kälte und Schnee, Stille und Kerzenlicht. In meiner Heimat auf der Insel Flores dagegen ist Advent warm, manchmal regnerisch; und erfüllt von einer lebendigen, frühen Freude. Die Menschen warten nicht im Schweigen; sie warten singend und tanzend. Nicht, weil ihr Alltag leichter wäre, sondern weil sie wissen: Gott kommt nicht erst, wenn alles geordnet ist. Gott ist unterwegs mitten im Leben.   Ja, Advent ist kein Zustand, den wir herstellen. Advent ist die Bewegung Gottes auf uns zu. Er kommt in das, was wir gerade leben: in das Unfertige, in das Müde, in den vollen Terminkalender, in Veränderung in unserer Pfarrei und im lebendigen Miteinander, das manchmal mehr Regen als Sonnenschein kennt. Advent geschieht, wenn wir spüren, dass Gott seinen Weg zu uns findet – selbst dort, wo wir keinen vorbereiteten Weg sehen. Vielleicht ist das genau der Raum, den wir in diesem Jahr öffnen können: Nicht ...

EUFORIA KELULUSAN ATAU LITURGI SEBUAH KEGAGALAN?

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EUFORIA KELULUSAN ATAU LITURGI SEBUAH KEGAGALAN? Manusia adalah makluk liturgis (homo liturgicus). Ia tak hanya hidup, tetapi juga memiliki kemampuan untuk menafsir dunia dan dirinya melalui ritus-ritus simbolik. Sejak awal, manusia purba telah menghadirkan ritus untuk memahami realitas. Jauh sebelum adanya sekolah-sekolah dan sistem pendidikan modern, ia berdiri pada dinding-dinding yang asing, lalu memulai untuk melukis. Liang-liang gua dan ceruk batu menjadi halaman pertama diary kehidup an; dinding-dindingnya merupakan altar perdana perayaan eksistensi; dan warna yang menunggal menjadi madah pagi dari untaian doa tanpa nama. Manusia purba homo sapiens tak meninggalkan buku-buku pelajaran, sertifikat maupun ijazah. Mereka meninggalkan jejak-jejak kehidupan yang adalah bukan sekadar dekorasi dinding atau reprensatis visual. Jejak-jejak itu mewartakan makna sederhana namun dalam: „Kami pernah ada di tempat ini. Kami belum mengerti banyak hal, tetapi kami mencari dan terus mencari“. Wa...