Posts

Showing posts with the label GEDICHTE

An Julia

Dieses Ende ist auch mein Anfang Julia, Nach meinem langen Schweigen schrieb ich am Anfang dieses Monats wieder einen Brief, den du vielleicht nicht verstehen kannst. Es ist ein Brief über eine Reise - ja die Reise meines Lebens. Um diesen Brief zu schreiben, schaue ich auch meine Erfahrung mit dieser Reise, vielleicht die längste Reise meines Lebens, die jetzt zu Ende ist. Aber dieses Ende ist auch mein Anfang, der bestimmt kein leichter sein wird, vielleicht wird er steinig und schwer. Julia, es tut mir leid, dass ich diesen Brief schreiben musste. Irgendwann wirst es dir klar, und du wirst alles verstehen vor allem mich verstehen... Sankt Augustin, Anfang Juni 2015

Heute vor vier Jahren …

Image
Heute vor vier Jahren … Julia, Die neue Kerze auf dem Adventskranz wurde angezündet Dieses Licht heißt „Freude“, oder auf Letein "Gaude", Freut euch! und damit sind wir in die 3. Adventswoche eingestiegen. Zwei andere Kerzen, „Erinnerung“ und „Erneuerung“ brennen noch am Adventkranz. An der brennenden Kerze der Freude denke ich an alle Menschen, denen ich in meinem Leben begegnet bin, mit denen ich mein Stück Freude geteilt habe an alle Erfahrungen, die mir ein Stück Freude bringen aber auch Enttäuschung und Trauer Julia, Heute vor vier Jahren bin ich in Köln-Bonn Flughafen angekommen. Ich erinnere mich an diesen Moment, ja, ein Moment der Fruede über neuen Begegnungen: Begegnung mit kaltem und trockenem Winter, der meine Haut immer spannte, Begegnung mit leise fallendem Schnee, den ich zum ersten Mal in meinem Leben sah und hörte, Begegnung mit neuer Luft und Nadelduft, die ich niemals roch, Begegnung mit fremden Menschen von verschiedenen Ländern und Kulturen Begegnun...

00:00 Uhr

Image
00:00 Uhr Um 00:00 Uhr Es war dunkel – Licht war aus Und an den Rahmen deiner Tür kloppte ich „Bist du schläfrig?“ Du sahst mich lächelnd an  „Vielleicht sagt ein kleines Lächeln schon viel“, dachte ich… Aber Spuren deiner Augen verstand ich nicht Das Licht ist wieder an Aber meine Träume sind noch unter Decke begraben Viananey Leyn Sankt Augustin, 21 November 2014

BRIEF AN GOTT

Image
Sankt Augustin,  Juli 2014 Lieber Gott, Dir einen schönen Guten Morgen, Guten Tag, Guten Abend, oder welche Zeit auch immer es ist, die du hast, in der Du gerade lebst. Denn du bist die Zeit und die Ewigkeit, Alfa und Omega, der Anfang und das Ende. Schon seit langem habe ich dir nicht mehr geschrieben und ich freue mich sehr, dass ich diese Gelegenheit habe, dass ich dir einen Brief schreiben kann. Ich bin sehr dankbar, dass ich mich in den letzten Tagen umgedreht habe, um auf meine Vergangenheit zurückzublicken, um meine Gegenwart spüren zu können und mich auf meine geheimnisvolle Zukunft hin zu orientieren. Tag für Tag, jede Stunde, jede Minute und jede Sekunde, kämpfte ich, alle meine Beschäftigung mit dem Studium auf der Seite zu lassen und alle Probleme und Lasten loszulassen, damit ich frei durch diese schwere Zeit gehen könnte. Und Du weißt, wie schwer es ist, dies Abenteuer aufzunehmen, eine Reise in mich selbst hinein zu machen und ehrlich mit Dir über mich und m...

Auf der Donaubrücke

Image
Auf der Donaubrücke Gytha, Regentropfen nagelten mich an die Brücke Es war wirklich kalt und ich war ganz nass Ich weiß, du und viele Menschen hassen Kälte und Nässe Aber ich stand noch einsam auf der Brücke Ich liebe die Donau und ihre grünen Wellen Und mit den Wolken spiegelte ich mich im fließenden Wasser Gytha, Ich liebte die Donau und ihre Wellen bevor ich dich liebte Obwohl man diese Brücke gebaut hat, um die Wellen zu    überqueren, bin ich noch treu, sowohl die Donau als auch die Wellen zu lieben. Sie ist nicht tief, auch nicht gefährlich für unser Leben, wie du in deiner Vergangenheit immer wieder hörtest. Und ich möchte auf dieser Brücke sogar mit dir flirten Bis dieser Sommer vor unserer Augen vergeht. Dir möchte ich auch zeigen und dich lehren,                                                     ...

Frühlingsregen und Ich

Image
Frühlingsregen und Ich Hier bin ich einsam Schaue die Blumen an, die bunt im Wald sich zeigen Sprechen duftend zu kühlen Ohren Sie sind keine stillen Blumen! Vom Himmel träufelt Regen Und ich muss mich nach Hause umdrehen Da Finsternis im Wald wohnt Die sich weit und breit dehnt Du, Frühlingsregen … Du wandelst mein Sehnen Meine Gedanken bald dunkel Du erschwerst meinen Pfad Hör auf, du Frühlingsregen, ich bewahre die Flamme, die ich gerade entzündete Flamme meiner Hoffnung auf Blumen, die meinen Schmerz verzaubern wird Ich weiß, Mein Glück ist noch so weit Bin aber für alte Schmerzen nicht mehr bereit Bis der nächste Frühling wieder blüht Vianney Lein 12. Mai 2014

das „Du“ in deinen Gedichten – es

Image
das „Du“ in deinen Gedichten – es du sprichst es immer wieder an du wendest dich immer neu an es das, das dich in allen Lagen deines Lebens begleitet, das, das da ist wenn es läuft, das, an das du dich wendest wenn es schlecht geht... es ist mit dir in der kalten Nacht im Sommer, es führt dich in die schwarzen Stunden im geschlossenen Zimmer, es, das dir den reinen Tag, den klaren Abend geben kann es hilft dir, dich zu erkennen, das Geheimnis zu verstehen es, an dessen Tür du mit deinen Wunden klopfst, es, von dem du dich weit entfernt hast es, das du trotz der Mauer ansprichst es, das deine Träume kennt es, das nicht mehr weit war als die Mauer einstürzte es, das ein Stück von dir ist? es, das in Wirklichkeit ein du ist ein Gegenüber, mit dem du kommunizierst ein du, dessen Gegenwart du fühlst oder nach dem du dich wenigstens sehnst ein du, das dich nicht allein lässt ein du dem du vertraust, du wendest dich an dieses du ...

Gespräch hinter einer Mauer

Image
Gespräch hinter einer Mauer Es war um 00:00 Uhr Die schwarze Nacht ging langsam zu Ende Der neue Tag kam still durch die Mauer Da wagte ich zu sprechen Und das Schweigen der Natur war gebrochen: Warum bin ich hier, hinter dieser Mauer? Nach was suche ich? Das war an einem Abend In einer Jahreszeit, die ich schon vergessen hatte Unter strahlendem Vollmond trug ich alle meine Träume Und vergrub sie unter dieser Mauer Niemand wusste davon Das war in einer Nacht, die der Himmel behängte mit schummerigen Sternen Die Mauer stürzte ein! Und du warst nicht mehr so weit Ich aber verliere meine Träume Alles unter  den Trümmern begraben Nur die Stücke fand ich Ein Ganzes hatte ich nicht mehr Manche sind mit dem Wind geflogen Mein Traum ist ein Puzzle im Himmel Auch mein Leben ist ein Spiel Und ich wagte noch einmal zu sagen: „Du bist ein Stück von mir!“ Vianney Leyn, Sankt Augustin,   14.04.14

TÜR

Image
TÜR Der Raum, in dem ich wohne, hat eine Tür Einmal ging ich hindurch, hinein in diesen Raum Und ich darf nicht mehr hinausgehen Ich hatte nicht mehr den Wunsch, diese Tür irgendwann zu öffnen selbst wenn ich einige Male vorbei ging und an ihr klopfte Manchmal schrie ich hinter dieser Tür Lass mich selbst über meinen Raum entscheiden Den Raum, in dem ich meine Spuren zählen kann, wieweit sie schon deiner Stimme folgten, brachten die Strahlen der Sonne zum Ausdruck Nun habe ich nur die gleichen Spuren, Die Spuren der Wunden, die meinen Körper bedecken Mit ihnen klopfe ich an seine Tür Und ich werde mich nie wieder so weit von ihm entfernen Krankenstock Vianney Leyn,  Montag, 31. März 2014

REISE 2

Image
REISE 2 Nun bin ich in den schwarzen Stunden, kalt und einsam im geschossenem  Zimmer ich beschwer mich und klage nur:  warum hast du mich in diese Stunde geführt? Ist das deine Antwort? Ich verstehe immer noch nicht Aber ich will doch so sehr alles verstehen was mir gerade passiert Gib mir den reinen Tag und den klaren Abend Damit ich mein ganzen ICH erkenne Und dieses Geheimnis verstehe Ich bin nur ein schwacher Mensch Weiter bleibt Schweigen …… …. …. Krankenstock, 30. März 2014 Viannney L. 

Eine kalte Nacht im Sommer

Image
Eine kalte Nacht im Sommer I Die Straße war leer, nur Du, nur Ich, nur Wir Es war eine stille Nacht, unsere Geschichte war zu kalt Am leuchtenden Vollmond wärmten wir uns Durch die lange Nacht wanderten wir baten den Himmel, uns zu zeigen wie man den Mond mit verletzter Schulter tragen soll baten die Erde, uns zu lehren wie man die Sonne mit verbrannten Händen festhält Das war eine vergangene Sommernacht Mond und Sonne begegneten sich Uns war aber noch kalt, wir wanderten zu Mond und Sonne Ein „Gute Nacht“ sagten wir noch nicht II Die Straße war leer, nur Du, nur Ich, nur Wir, Es war eine stille Nacht, unsere Geschichte war zu kalt Am leuchtenden Vollmond wärmten wir uns... Die Sehnsucht war groß, Wärme mit- und aneinander zu finden Doch wir hielten die Distanz Der andere so nah und doch in weiter Ferne... Der Mond am Himmel, in der kalten Sommernacht Auf dem Weg zur Sonne, zur Berührung würde es nie kommen Der andere Wunsch, im Widerstreit mit der versuchten Treue Die Nacht war st...

Meine Freundin aus Dachau

Image
Meine Freundin aus Dachau Ich ging eine Straße entlang und sprach ein kleines Gebet „Möge ich sie hinter diesem sauren Regen treffen“ Unter dem Regen heute Morgen besuchte ich meine Freundin Seit Jahren haben wir uns nicht gesehen Warte auf mich, du Ich möchte dir begegnen Dir werd‘ ich die Sonne zeigen Die Sonne nach diesem Regen – dem Regen deiner Tränen- die mit gebrochenem Staub fließen Dich traf ich nicht Nur das Echo deiner Klage und Schreie hörte ich Die klingen zwischen zitterndem Staub Als ob sie mir deine Geschichte erzählten Vianney Leyn Dachau, 15. März 2014

REISE

Image
REISE Eine wunderbare Reise öffnet mein Gedanken Frühlingswind schleppt mich an die Seite, hinter den Rhein und hinter die Gebirge, die immer noch kräftig fließen und frei stehen Eine erzitternde Reise berührt mich tief in meinem Herzen Den Ort und die Menschen aber kenne ich nicht So viele sind sie und so fremd für mich Und niemanden kenne ich bei jeder Begegnung In die weiten Täler ging ich weiter Unter der Zypresse denke ich zurück an Spuren, die ich gerade hinterließ aber ich verstehe keine Vielleicht frage ich mein Schattenbild Denn ich weiß, es lügt niemals Aber es gibt mir keine Antwort Einfach Schweigen ... Vianney Leyn Eine Reise ins Herz Aulendorf, 23 März 2014

Im Schatten des Frühlings

Image
Im Schatten des Frühlings möchte ich unsere Geschichte schreiben. Aber ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Viele Ideen oder Sätze brauche ich nicht, auch keine Blätter aus Papier. Endlich habe ich zwei Namen geschrieben: Deinen und Meinen. Und ich wusste, dass ich nicht allein bin.   http://www.stadtgottes.de/stago/index.php   http://www.weitewelt.eu / http://www.pico-pico.eu /

Eine kalte Nacht im Sommer

Image
Eine kalte Nacht im Sommer I Die Straße war leer, nur Du, nur Ich, nur Wir Es war eine stille Nacht, unsere Geschichte war zu kalt Am leuchtenden Vollmond wärmten wir uns Durch die lange Nacht wanderten wir baten den Himmel, uns zu zeigen wie man den Mond mit verletzter Schulter tragen soll baten die Erde, uns zu lehren wie man die Sonne mit verbrannten Händen festhält Das war eine vergangene Sommernacht Mond und Sonne begegneten sich Uns war aber noch kalt, wir wanderten zu Mond und Sonne Ein „Gute Nacht“ sagten wir noch nicht  II Die Straße war leer, nur Du, nur Ich, nur Wir, Es war eine stille Nacht, unsere Geschichte war zu kalt Am leuchtenden Vollmond wärmten wir uns... Die Sehnsucht war groß, Wärme mit- und aneinander zu finden Doch wir hielten die Distanz Der andere so nah und doch in weiter Ferne... Der Mond am Himmel, in der kalten Sommernacht Auf dem Weg zur Sonne, zur Berührung würde es nie kommen Der an...

ICH MÖCHTE SCHREIBEN

Image
Ich möchte weiter schreiben Die stillen Wörter möchte ich schreiben Damit sie die Bedeutung haben Ich möchte noch schreiben Unsere Geschichte und Erinnerung möchte ich schreiben, so dass sie wie glühende Kohle werden, verkohlen in unserer Träume. Und ich möchte immer schreiben Unsere Hoffnung möchte ich schreiben Damit sie wie Stachel ist, die ein Stück Herz behütet die traurige Natur tröstet, wenn der stürmische Wind weht Über Dich und mich möchte ich noch schreiben   http://www.stadtgottes.de/stago/index.php   http://www.weitewelt.eu / http://www.pico-pico.eu /